Liebe Unterstützer und Freunde, wir stellen euch Fallou Diop vor, der seit 2 Wochen neu bei uns im Ausbildungs- & Wohnzentrum (AWZ) ist. Die Situation aus der Fallou kommt und der Bericht von seinen ersten Erfahrungen im PS-Zentrum beschreiben die Vision von Perspective Senegal: solchen Kindern eine neue und bessere Perspektive für ihr Leben zu bieten.
Hallo, mein Name ist Fallou DIOP, ich bin ca. im Jahr 2009 in Touba geboren, aber ich kenne mein genaues Geburtsdatum nicht. Ich gehöre der Volksgruppe der Serer an. Ich bin Muslim. Da die Region, in der ich mit meinen Eltern und Geschwistern gewohnt habe, stark muslimisch geprägt ist, ist es üblich und galt es für meine Eltern als Pflicht, mich in eine Daara (Koranschule) zu bringen, damit ich den Koran lerne. Nachdem meine Eltern mich in die Daara schickten, verbrachte ich dort fünf Jahre. In dieser Zeit bin ich achtmal weggelaufen und mein Vater brachte mich jedes Mal wieder zurück in die Daara. Beim neunten Mal bin ich nicht mehr nach Hause zurückgekehrt, sondern zum Zentrum IRIS in Dakar gegangen.Die Jahre in der Daara waren für mich eine Qual. Ich habe viele Arten von Leid erfahren. Ich wurde dort von älteren Schülern und vom Marabout geschlagen. Manchmal wurde ich auch von meinem Vater geschlagen, wenn ich ihm gesagt habe, dass ich nicht mehr in dieser Daara bleiben will. Perspektive Senegal habe ich durch durch das Tageszentrum IRIS und den PS-Mitarbeiter Abraham kennengelernt. Ich bin am 17. Februar 2026 um 18 Uhr im Zentrum Perspektive Senegal angekommen. Bei meiner Ankunft wurde ich von den Betreuern und auch von den Kindern, die bereits im Ausbildungs- und Wohnzentrum (AWZ) leben, herzlich aufgenommen. Sie waren sehr freundlich zu mir. Ich war beeindruckt von der Freundlichkeit und dem einladenden Lächeln der Betreuer und Kinder. Ich habe sofort den Frieden sowie die fröhliche und familiäre Atmosphäre gespürt, die im Zentrum herrscht und ich fühlte mich sicher. Ich habe die väterliche und mütterliche Liebe der Betreuer erfahren und das Gefühl, zu einer Familie zu gehören, die mich liebt. Seit ich bei Perspektive Senegal bin, danke ich dem Zentrum und Gott von ganzem Herzen. Ich habe mein eigenes Bett, ein eigenes Bettlaken und meine Decke. Ich bekomme vollständige Mahlzeiten: Frühstück, Mittagessen und Abendessen. Ich habe Freizeit, ich nehme an Alphabetisierungskursen teil. Ich habe saubere Kleidung. Wenn ich krank bin, werde ich ins Krankenhaus gebracht, um behandelt zu werden. Das alles kannte ich bisher nicht. Ich habe hier im AWZ eine Ausbildung als Schreiner angefangen und dieser Beruf gefällt mir sehr. In meiner Freizeit spiele ich mit meinen neuen Freunden Fußball.
Wenn ich erwachsen bin, möchte ich ein Schreiner sein, meine eigene Werkstatt haben und andere Kinder ausbilden, die sich in schwierigen Situationen befinden, so wie ich es selbst war. Ich danke Perspective Sénégal, die es mir ermöglicht hat, die Daara, in der ich sehr gelitten habe, und das Leben auf der Straße zu verlassen. Ich bitte Perspective Sénégal, weiterhin Kindern zu helfen, aus diesen leidvollen Daaras und vom Leben auf der Straße herauszukommen. Wir Kinder leiden sehr in diesen Daaras. Ich denke immer an meine Freunde, die noch in diesen Daaras oder auf der Straße leben.